Achtung vor dem Eichenprozessionsspinner!
Im gesamten Amtsgebiet ist aktuell eine verstärkte Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners (EPS) zu verzeichnen. Die Raupen dieser Schmetterlingsart befallen vorrangig Eichen und stellen aufgrund ihrer giftigen Brennhaare eine erhebliche gesundheitliche Gefahr für Menschen und Haustiere dar. Das Amt bittet um erhöhte Wachsamkeit und Vorsicht beim Aufenthalt im Freien.
Gefahr durch unsichtbare Brennhaare
Ab dem dritten Entwicklungsstadium (etwa ab Mai/Juni) bilden die Raupen mikroskopisch kleine Brennhaare aus. Diese enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Die Haare brechen leicht ab, werden durch den Wind über weite Strecken getragen und verfangen sich im Unterholz oder im Gras. Die Ausbreitung der Schädlinge ist nur schwer zu stoppen und zu beseitigen.
Bei Kontakt können die Haare heftige Reaktionen auslösen:
- Starker Juckreiz und Hautentzündungen (Raupendermatitis)
- Atembeschwerden und Reizungen der Atemwege
- Augenreizungen bis hin zur Bindehautentzündung
- Schwindelgefühl und Fieber in Einzelfällen
Verhaltenstipps für Bürgerinnen und Bürger
Das Amt bittet dringend darum, die folgenden Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:
- Abstand halten: Befallene Bäume und Areale weiträumig meiden.
- Kein Körperkontakt: Raupen und Gespinste unter keinen Umständen berühren.
- Hinweise beachten: Absperrungen und Warnschilder im Amtsgebiet unbedingt respektieren.
- Schutzmaßnahmen: Bei Aufenthalt in der Nähe von Eichenbeständen empfindliche Hautpartien (Nacken, Arme, Beine) durch Kleidung schützen.
- Haustiere schützen: Hunde in betroffenen Wald- und Parkabschnitten an der Leine führen, um einen Kontakt mit den Raupen oder dem Boden darunter zu verhindern.
Maßnahmen nach einem Kontakt
Sollten Sie in Kontakt mit den Brennhaaren gekommen sein, wird empfohlen, die Kleidung sofort zu wechseln, heiß zu waschen und gründlich zu duschen (inklusive Haarwaschgang). Bei auftretenden allergischen Symptomen oder schweren Hautreaktionen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.


