Hohenwerbig

Hohenwerbig ist ein Ortsteil der Stadt Niemegk. Das Dorf liegt im Hohen Fläming und wurde erstmalig urkundlich erwähnt im Jahre 1375 als „villa Werbek“. Hohenwerbig entwickelte sich als Straßendorf. Die Dorfstraße verläuft in Ost-West-Richtung. Wie in allen Flämingdörfern lebten und arbeiteten die Einwohner in Vierseitenhöfen, die im Kern noch vollständig erhalten sind. Allerdings hat sich die Nutzung der Gebäude seit der 1960er Jahre stark verändert. Die Ställe und Scheunen werden kaum noch für die Viehhaltung und Futterlagerung genutzt.
Die in der ersten Hälfte des 13.Jahrhunderts erbaute Feldsteinkirche ist flämingtypisch gegliedert in das Schiff, den eingezogenen Chor und die halbrunde Apsis. Sie befindet sich auf einer Anhöhe inmitten des Friedhofes. Über dem Westgiebel erhebt sich ein quadratischer Dachturm mit Querdach und Dachreiter. Die Kirche wurde 2014 vorbildlich saniert. Dafür wurden Fördermittel eingesetzt. Seitdem handelt es sich um eine Kunstkirche.
Auf dem Friedhof befindet sich eine Kriegsgräberstätte. Dort sind die Wehrmachtssoldaten bestattet, die am Ende des zweiten Weltkrieges in und um Hohenwerbig ihr Leben ließen. Eine weitere Gedenkstätte auf dem Friedhof ist KZ-Häftlingen gewidmet, die bei einem Todesmarsch durch Hohenwerbig von den Wachmannschaften erschossen wurden. Weiterhin ist dort ein französischer Zwangsarbeiter bestattet.
Hohenwerbig ist verkehrstechnisch durch die Landesstraße L82 erschlossen. Dort verkehrt neben Schulbuslinien auch die Buslinie X2 Bad Belzig – Lutherstadt Wittenberg.
Südlich des Dorfes verläuft das „Weiße Tal“, ein für den Hohen Fläming typisches, am Ende der Eiszeit entstandenes, auch als Rummel bezeichnetes Trockental.

Einwohnerzahlen:
1817: 118
1994: 118
1996: 188